<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484</id><updated>2012-02-17T06:22:23.551Z</updated><category term='Sachbuch'/><category term='Biographie'/><category term='Roman'/><category term='Bericht'/><category term='Kriminalroman'/><title type='text'>Das Lesebändchen</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>18</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-1272783691666001789</id><published>2012-02-15T06:00:00.004Z</published><updated>2012-02-15T06:01:49.845Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sachbuch'/><title type='text'>... und [der] erste Prinz, der ein Weiser ist, und welcher nach Art der alten Weisen reiset."</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.renneritz-verlag.de/system/html/Printz-9d57a6cd.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.renneritz-verlag.de/system/html/Printz-9d57a6cd.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Renneritz Verlag&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;i&gt;Eine Rezension von Klaus W. Haupt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Charakterisierung des jungen Fürsten von Anhalt-Dessau durch seinen Cicerone Johann Joachim Winckelmann macht deutlich, wodurch sich dessen Kavalierstour von anderen unterschied: All die in Rom und Neapel besuchten Gebäude, Kunstwerke und Sammlungen hielt der Architekt Erdmannsdorff in seinem &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Kunsthistorischen Journal&lt;/span&gt; fest. Über die Hälfte des Tagebuches entstand unter dem Einfluss Winckelmanns in Rom. Die ausführlichsten Beschreibungen behandeln Werke der Bildhauerei und Malerei, die später in Dessau-Wörlitz zur Gestaltung von Architektur und Landschaft dienten.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der zitathafte Titel des Buches von Hirsch/Hirschnitz&lt;i&gt; &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/394068404X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=394068404X"&gt;"Ein Printz, der ein Kayser seyn sollte ..."&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; macht neugierig. Im ersten Teil erfährt der Leser, dass Winckelmanns "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" eine Initialfunktion für die Abkehr des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von der Kriegskunst besaßen. Erst nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges konnte die Suite zu der außergewöhnlichen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Grand Tour&lt;/span&gt; aufbrechen. Der Reformbedarf auf allen Gebieten war enorm. So widmete sich das Reisejournal des Militärschriftstellers Berenhorst in erster Linie der Schilderung gesellschaftlicher und militärischer Aspekte der u.a. durch England und Italien führenden Studienreise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im ersten Kapitel des im Renneritz Verlag erschienen Buches schildert Erhard Hirsch die Umsetzung der Reformen des Vordenkers "Vater Franz" im heimatlichen Fürstentum Anhalt-Dessau. Lebenswichtig waren zunächst die Bewältigung des Armenproblems und die Schulreform. Interessanterweise zählten auch gärtnerische und handwerkliche Arbeiten zu den Körperübungen. Die Allgemeine Buchhandlung sowie das Musik- und Theaterwesen trugen zur Belebung des kulturellen Lebens bei. So findet der Leser bereits hier viele Antworten auf die Frage, weshalb der Dessauer "Prinz" ein Kaiser sein sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht zuletzt galten die Gestaltung des klassizistischen Wörlitzer Schlosses sowie eines bis dahin einmaligen Landschaftsparks – seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe - als Inbegriff des guten Geschmacks und dienten zeitgenössischen Besuchern als Vorbild. 1778 schrieb der den jungen Herzog Carl August begleitende Goethe an die Hofdame Charlotte von Stein nach Weimar: &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Hier ists ietzt unendlich schön. Mich hats gestern Abend, wie wir durch die Seen, Kanäle und Wäldchen schlichen, sehr gerührt, wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen. Es ist, wenn man so durchzieht, wie ein Märchen, das einem vorgetragen wird, und hat ganz den Charakter der elysischen Felder; in der sachtesten Mannigfaltigkeit fließt eins in das andre; keine Höhe zieht das Auge und das Verlangen auf einen einzigen Punkt; man streicht herum ohne zu fragen, wo man ausgegangen ist und hinkommt."&lt;/span&gt; Die Bauten und landschaftsarchitektonischen Besonderheiten, die  Goethe zur Umgestaltung des Parks an der Ilm inspirierten, beschreibt Hirsch sachlich-informativ in einem weiteren Kapitel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im zweiten Kapitel macht Kathleen Hirschnitz das Unsichtbare sichtbar: Mehr als 85 Bildnisse des Fürsten Franz vermitteln historische und biografische Kenntnisse und lassen weitere Aufschlüsse über den Charakter des aufgeklärten Fürsten zu. Hirschnitz erläutert, wie zur Legitimation dienende repräsentative Porträts durch Elemente der englischen und frühklassizistischen Malerei abgelöst wurden. Ein Katalog der in ihrer Magisterarbeit untersuchten Bildnisse rundet das aufschlussreiche Buch ab, darunter Anton von Marons Darstellung des Fürsten vor antikisierender Landschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/394068404X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=394068404X"&gt;"Ein Printz, der Kayser seyn sollte..."&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; ist eine Fundgrube für Leser, die sich selbst ein Bild von dem außergewöhnlichen Regenten machen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/394068404X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=394068404X"&gt;"Ein Printz, der Kayser seyn wollte..."&lt;/a&gt; von Erhard Hirsch und Kathleen Hirschnitz erschien im Renneritz Verlag.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/02/und-der-erste-prinz-der-ein-weiser-ist.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg07.met.vgwort.de/na/7c185ef8fa974f8bbefb68ab85c95a80" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-1272783691666001789?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/1272783691666001789/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/02/und-der-erste-prinz-der-ein-weiser-ist.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/1272783691666001789'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/1272783691666001789'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/02/und-der-erste-prinz-der-ein-weiser-ist.html' title='... und [der] erste Prinz, der ein Weiser ist, und welcher nach Art der alten Weisen reiset.&quot;'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-6172175764176760356</id><published>2012-02-01T06:30:00.008Z</published><updated>2012-02-01T06:49:42.969Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Biographie'/><title type='text'>Plädoyer auf zerrissene Lebensläufe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41EYEKniPaL._SL500_AA300_.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41EYEKniPaL._SL500_AA300_.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Ama&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Sein Leben vom Standpunkt des Scheiterns aus zu erklären: das wagt nicht jeder. In einer Periode, da selbst Minderjährige, die von Konzernen zu Pop-Ikonen ausersehen werden, mit einer nur so von Erfolgen strotzenden Biographie aufwarten, wirkt der Biograph des eigenen Scheiterns, wie ein bemitleidenswerter Verlierer. Lebensgeschichten haben ein Getümmel von großartigen Erfolgen, von unglaublichen Durchbrüchen, von einzigartigen Triumphen und feiernswerten Volltreffern zu sein. Wer wagt sein Leben als Ballung von Fehlschlägen, Irrtümern und Verunglückungen nachzumalen? Dazu bedarf es Mut - oder Naivität, was vielleicht auf dasselbe hinausläuft. Jedenfalls, es war Konstantin Wecker, der seine Lebensgeschichte als &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492049672/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3492049672" style="font-style: italic;"&gt;"Kunst des Scheiterns"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;/span&gt;schrieb. &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Untertitel seines Buches könnte von Beckett stammen - &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Tausend unmögliche Wege, das Glück zu finden"&lt;/span&gt;. Die Unmöglichkeit des Glückes, die aber dennoch in Glück mündet. Paradoxien des Lebens. Verwinkelungen, wie sie in aalglatten Biographien, in Lebensläufen für Personalchefs oder Viten für Buchrücken oder Webpräsenzen nicht vorgesehen sind. Alles gehört in ein zu Blatt gebrachtes Leben - nur keine Abbiegungen, keine Sackgassen, keine weißen Flecken, &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hic-sunt-dracones&lt;/span&gt;-Flecken, keine eigentümlichen Irrtümlichkeiten. Passend hierzu läutet Wecker mit Beckett ein:&lt;span style="font-style: italic;"&gt; "Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern."&lt;/span&gt; Das sind freilich Weisheiten, die man erst erzielt, wenn man kein zu lauschiges Leben führte. Gleichzeitig wären sie Weggeber für eine Jugend, die heute gelehrt bekommt, möglichst konform zu sein, möglichst perfekt, sich allzeit blendend zu verkaufen. Stehen sie dann vor Brüchen im Lebenslauf, tun sich Krisen auf, dann erliegen sie dem Glauben, nun mit einem Makel behaftet zu sein, einer Sünde an der meisterhaft tadellosen Eigendarstellung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konstantin Wecker verschweigt in &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492049672/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3492049672" style="font-style: italic;"&gt;"Die Kunst des Scheiterns"&lt;/a&gt; sicher nicht seine Erfolge. Aber sie sind nicht einfach hier, wie in manchen Populär-Biographien, sind nicht einfach zugefallen oder erarbeitet, sondern durch das Scheitern begründet. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Trial and error&lt;/span&gt; - so kann Glück und Erfolg auch erzwungen werden. Wecker war Dieb, war Vagabund, war Luftikus, Sexschauspieler und Kokser. Fehlgriffe in seiner Vita, die ihm nicht schaden, ganz im Gegenteil, sie zeigen ihn als Menschen, als einen durch die Geschichte irrenden Zeitgenossen - durch seine Lebenszeit zu irren, das gilt heute als Übertretung der Konvention, man muß heute wissen, was man will, zielstrebig sein, handeln, Lebenslauflücken nicht nur ausfüllen, sondern sinnvoll ausfüllen, sie mit wertschöpfenden Tätigkeiten ausfüllen. Wecker schönt nichts. Überhaupt schreibt er poetisch, sehr verträumt - wie man ihn kennt, den Rinnsteinpoeten, für den er sich selbst hält. Er schreibt in seinem Buch an einer Stelle, dass er manchmal resigniert und wütend wird, weil die Jugend heute seine Aufrührigkeit nicht begreift; gegen wen sollen sie revoltieren, fragen sie ihn bei Veranstaltungen hin und wieder. Er gibt in seinem Buch eine eindeutige Antwort: gegen den überkandidelt wichtigtuerischen Lebenslauf, gegen die Diktatur der perfekten Vita, die schon kleine Ausbrüche gnadenlos abstraft und als Zeichen persönlicher Schwäche ansieht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492049672/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3492049672" style="font-style: italic;"&gt;"Die Kunst des Scheiterns"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; von Konstantin Wecker erschien im Piper Verlag.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/02/pladoyer-auf-zerrissene-lebenslaufe.html';var flattr_btn='compact';&lt;/script&gt; &lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt; &lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/c42d5e4a6d0f4315b0503abc8f3eddf2" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-6172175764176760356?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/6172175764176760356/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/02/pladoyer-auf-zerrissene-lebenslaufe.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/6172175764176760356'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/6172175764176760356'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/02/pladoyer-auf-zerrissene-lebenslaufe.html' title='Plädoyer auf zerrissene Lebensläufe'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-5997067769929072101</id><published>2012-01-18T08:35:00.005Z</published><updated>2012-01-18T08:40:23.202Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kriminalroman'/><title type='text'>Kriminalroman, nicht Kriminalromantik</title><content type='html'>&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.renneritz-verlag.de/tl_files/Renneritz/Ostseeripper.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.renneritz-verlag.de/tl_files/Renneritz/Ostseeripper.jpg" width="126" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Renneritz Verlag&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schaltet man abendlich ins Privatfernsehen, stöbert darin umher, so glaubt man die polizeiliche Arbeit zu kennen. Technologisierte Verfahren, DNS-Analysen, Massengentest, Beamte, für die keine grundgesetzlich fixierten Gebote im Umgang mit Zeugen und Tatverdächtigen mehr gelten. In Teasern bei RTL reißt sich ein rothaariger Ermittler stets gedankenschwanger die Sonnenbrille aus dem Gesicht und erklärt einem Tatverdächtigen, dass die in Windeseile ermittelte DNS gleich Licht ins Dunkle bringen werde und ihn ins Gefängnis - was technisch gar nicht so fix machbar ist, was das &lt;i&gt;in dubio pro reo&lt;/i&gt; auf den Kopf stellt. Auf anderen Privatsendern dringen Beamte in Wohnungen ein und drohen Zeugen mit gesetzlichen Lügengebäuden. Kurz und schlecht, wie Polizeiarbeit heute nicht geschieht: ein Blick ins Fernsehen, selbst ein Blick in den Tatort - und man weiß es. Fälle werden durch handfeste Recherche gelöst, sagt Hartmut Finkeldey. Sein Erstling &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684171/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684171"&gt;"Ostseeripper: Ein bürgerlicher Kriminalroman"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; baut auf diese Erkenntnis und unterscheidet sich positiv von all den Kriminalfiktionen, wie wir sie heute kennen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nun wäre es witzlos, die Handlung auch nur anzureißen. Krimielemente eben. Es gibt Leichen, einen vermutlichen Serienkiller, es gibt Ermittler... und es gibt Merrit. Keinen Hannibal Lecter übrigens, weil Finkeldey meint, dass Serienmörder keine schöngeistigen Genies sind, sondern &lt;i&gt;"arme Würstchen"&lt;/i&gt; - auch das tut der Geschichte gut. Dazu all die Bedenken, die die Polizeiarbeit erschweren - zum Glück erschweren. Eine Massen-DNS-Erhebung soll zwar staatsanwaltlich durchgepaukt werden, bleibt aber nicht unkritisch unkommentiert, wie in jeder Tagesschau-Ausgabe, in der davon berichtet wird, ohne dahinter grobe rechtsstaatliche Mängel zu wittern. Überhaupt sind Finkeldeys Ermittler nicht sonderlich belichtet, Normalos, die sich selbst beim Googeln schwertun - Genies schlachten keine Menschen und sie sitzen halt auch nicht bei der Polizei.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Finkeldey, der übrigens einen Geheimtipp von Weblog führt, &lt;i&gt;&lt;a href="http://kritikundkunst.wordpress.com/"&gt;"Kritik und Kunst"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; mit Namen, erzählt mit seinem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684171/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684171"&gt;"Ostseeripper"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; eine Kriminalgeschichte, die sich auf nichts als die Realität stützt. Kriminalroman nicht Kriminalromantik. Er erzählt mit hoher Souveränität, erzählt zungenfertig. Das erste Kapitel, in dem er die bereits erwähnte Merrit vorstellt, ist von erzählerischer Meisterschaft. Die folgenden Kapitel gestalten sich näher am Genre, sind deshalb aber nicht minder imponierend geschrieben. Dass Finkeldey mit Worten und Sätzen umzugehen weiß, konnte bereits in seinem Weblog inspiziert werden - mit dem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684171/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684171"&gt;"Ostseeripper"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; hat er bewiesen, dass er es auch auf Papier kann. Er hat den Muff des Genres elegant umgangen und seinem Werk ordentlich Gesellschaftskritik untergehoben. Insofern vielleicht ein klassischer Kriminalroman, eine Kriminalgeschichte im Stile des französischen Kinos der Fünfziger- und Sechzigerjahre, in der der Kriminelle erklärt und nicht nur einfach gejagt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684171/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684171"&gt;"Ostseeripper: Ein bürgerlicher Kriminalroman"&lt;/a&gt; von Hartmut Finkeldey erschien im Renneritz Verlag.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/01/kriminalroman-nicht-kriminalromantik.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/d293c1573b4d4bc0961173ced5194ac5" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-5997067769929072101?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/5997067769929072101/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/01/kriminalroman-nicht-kriminalromantik.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/5997067769929072101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/5997067769929072101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2012/01/kriminalroman-nicht-kriminalromantik.html' title='Kriminalroman, nicht Kriminalromantik'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-6777106487478359269</id><published>2011-12-21T06:15:00.002Z</published><updated>2011-12-21T06:21:48.457Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roman'/><title type='text'>Autor und Figur</title><content type='html'>&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QbO+BE6KL._SL500_AA300_.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QbO+BE6KL._SL500_AA300_.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Amazon&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Frage stellt sich schon seit Jahren, seitdem Houellebecq Bücher veröffentlicht: Unter welcher Rubrik einordnen? &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832196390/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3832196390" style="font-style: italic;"&gt;"Karte und Gebiet"&lt;/a&gt; dürfte noch schwieriger zuordbar sein. Der Franzose wandelt zwischen Künstlergeschichte, Science-Fiction, Kriminalstück und Realsatire - lediglich die Erotik, die in bildhafter Ausmalung stete Begleiterin seiner Werke war, bleibt diesmal nur angedeutet. Fast einzigartig dürfte der schwarze Humor sein, mit dem Houellebecq seine Leser kitzelt. Denn der Autor tritt selbst auf - nicht als Held, wie man erwarten könnte, nach allem, was man von Houellebecq so zu wissen scheint. Er beschreibt sich selbst als eine arme Sau, ungepflegt, schon spätnachmittags, sobald es dunkel wird, ins Bett eilend - weswegen er den Sommer und dessen helle Abende hasst. Er lebt in einem fast leeren, kaum eingerichteten Haus, wandelt darin im speckigen Pyjama und hat scheinbar ein sehr krankhaftes Verhältnis zu Wurst. Klar ist, dass er säuft und Tabletten gegen Depression schluckt. Houellebecq beschreibt sich so, wie er seine Figuren stets darstellte: als der Liebe und der Gesellschaft unfähiger Krüppel, als sanften Soziopathen, die in seiner Sparte, in seinem Beruf zwar gigantische Taten vollbringt, aber über seine eigene Fachidiotie nicht hinauskommt und als Mitmensch gänzlich unbegabt ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Aber Houellebecq ist nicht die Hauptgestalt des Buches. Das ist Jed Martin, ein mittelmäßiger Künstler, der sich nach enttäuschter Liebe, doch mittelmäßig absetzbaren ersten erworbenen Sporen im Kunstbetrieb, zurückzieht in die Malerei und erst nach Jahren sein Werk publik macht. Mit Erfolg, weil er den Zeitgeist trifft, eine Melange aus Pop und Malerei stemmt und so zum Künstler für die Ewigkeit gereicht. Plötzlich Millionär ändert sich sein Leben zwar, aber nicht dorthin, wo arme Schlucker glauben, dass sich Lebensentwürfe, sind sie erstmal zu Geld gekommen, hinentwickeln. Martin freundet sich mit Houellebecq an, der für seinen Vernissage-Katalog ein lesenswertes Vorwort schrieb und der damit nicht unwesentlich an Martins Erfolg schuld ist. Das Verhältnis zwischen den beiden wird jäh unterbrochen, nachdem der fiktive Houellebecq bestialisch ermordet wird - auch hier spielt der Autor eloquent mit seinen Kritikern und zeigt auf, dass er vielleicht kauzig sein mag, aber nicht nicht humorvoll, wie es immer heißt. Wie er sich seinen Tod, seine Beerdigung, die Trauergemeinde vorstellt, das wäre aber durchaus ein Fall für einen Psychoanalytiker...&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach seinem epochalen Sittengemälde &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499227304/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3499227304" style="font-style: italic;"&gt;"Ausweitung der Kampfzone"&lt;/a&gt; und guten, allerdings nie an die Klasse der "Kampfzone" heranreichenden Romanen, liefert Houellebecq einen Meilenstein moderner Literatur. Er spielt darin mit den Klischees, die über ihn durch die Presse geistern, nimmt Personen des öffentlichen Lebens aufs Korn, schreibt aber drumherum einen Roman von fulminanter Tiefe. Letztlich bietet er einen Ausflug in den Kriminalroman - und am Ende wird daraus, ganz nach dem Gusto des Autors, eine Geschichte, die in unserer Zukunft spielt. Houellebecq hat mit &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832196390/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3832196390" style="font-style: italic;"&gt;"Karte und Gebiet"&lt;/a&gt; mit einem Meisterwerk zurückgemeldet. Erzählerisch und inhaltlich stark - makaber und realistisch, freilich auch traurig und hoffnungslos. Denn die ist es, die Hoffnungslosigkeit, die durch alle seine Bücher weht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="font-style: italic; text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3832196390/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3832196390"&gt;"Karte und Gebiet"&lt;/a&gt; von Michel Houellebecq erschien im DuMont Buchverlag.&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/12/autor-und-figur.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/3b2387bbe4754233835f3d3229ab3074" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-6777106487478359269?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/6777106487478359269/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/12/autor-und-figur.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/6777106487478359269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/6777106487478359269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/12/autor-und-figur.html' title='Autor und Figur'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-2190278134070250095</id><published>2011-12-08T07:10:00.002Z</published><updated>2011-12-08T07:15:38.666Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roman'/><title type='text'>Leiser Empörer</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://files.hanser.de/hanser/pics/978-3-446-23278-5_281215142746-104.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://files.hanser.de/hanser/pics/978-3-446-23278-5_281215142746-104.jpg" width="129" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Hanser Verlag&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499254964/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3499254964"&gt;Empörung&lt;/a&gt;. So der Titel. So aber auch gegenüber der Schwedischen Akademie. Diese übergeht den Autor geflissentlich Jahr für Jahr - so lautet jedenfalls ein beliebter Vorwurf. Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vorwurf jedoch nicht. Der Akademie deswegen Antiamerikanismus vorzuwerfen, das dürfte Unsinn sein, zumal Philip Roth keinen sehr amerikanischen Schreibstil pflegt. Was man amerikanischen Schriftstellern oft vorwirft, dass sie Handlung, Handlung, Handlung böten, dafür wenig profunde Substanz, dass sie einen stenographischen Stil, einen typischen Capotismus zelebrierten: das alles kann man auf Roth kaum anwenden. Seine Empörung allerdings, die hat amerikanische Wurzeln. Sie ist nicht polternd und lärmend; sie ist still und beschreibend und nötigt dem Leser ab, selbst Empörung zu entwickeln. Dabei erinnert er an John Steinbeck, der ebenfalls nie mit dem Finger auf etwas deutete, sondern seine Leser gleichermaßen beschreibend in die Realität holte - auf dass die sich hernach empören.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499254964/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3499254964"&gt;"Empörung"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; also. So lautet einer von Roths Romanen. Es ist die literarische Empörung über vergangene Zeiten. Die amerikanischen Fünfzigerjahre, die Verlogenheit und die dazugehörige repressive Unart, alles zu unterdrücken, was sich nicht in die Masse einpasste - das ist das Sujet von &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499254964/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3499254964"&gt;"Empörung"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;. Am Rande des Koreakrieges beschreibt ein junger Mann, was ihm auf der Hochschule ereilt, zwischen ersten sexuellen Abenteuern und einem bigotten Umfeld, zwischen ekelhaften Kommilitonen und selbstherrlichen Lehrern. Der gluckenhafte Vater treibt Marcus, den Erzähler, auf ein fernes College - nach Winesburg, wo Hase und Igel und Bigotterie und Heuchelei sich gute Nacht sagen. Was als Neubeginn ohne Vater geplant war, endete tödlich. Dem Leser ist somit allerdings nicht zu viel verraten, denn Roth teilt ihm bereits nach wenigen Seiten mit, dass der Erzähler im Nichts weilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Autor erzählt elegant. Es gelingt ihm die Verdichtung von Atmosphäre und souveränem Stil. Er konstruiert ein Fallbeispiel des McCarthyismus, ohne dabei die politischen Rahmenbedingungen so einzuflechten, dass sie als eigentliche Hauptprotagonisten glänzen würden. Lediglich der Koreakrieg schwebt als dumpfe Gefahr, als Menetekel im Hintergrund und taucht die Erzählung in graues Licht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Roth, obwohl er sich in der amerikanischen Vergangenheit bewegt, damit auch die aktuellen Verhältnisse beleuchtet. Der reaktionäre Religionseifer mancher amerikanischer Eliten, er war jedenfalls damals wie heute eine gefährliche Erscheinung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499254964/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3499254964"&gt;"Empörung"&lt;/a&gt; von Philip Roth erschien im Hanser Verlag.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/12/leiser-emporer.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/9971eb7e8e5a4653b44a8bbac37ab2cf" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-2190278134070250095?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/2190278134070250095/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/12/leiser-emporer.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/2190278134070250095'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/2190278134070250095'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/12/leiser-emporer.html' title='Leiser Empörer'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-4700538798413668334</id><published>2011-11-23T06:30:00.001Z</published><updated>2011-11-23T06:38:16.837Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bericht'/><title type='text'>Zwischen Schiller und Hitler</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.fischerverlage.de/media/fs/15/3-596-17300-0.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.fischerverlage.de/media/fs/15/3-596-17300-0.jpg" width="131" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Fischer Verlage&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Schillers Schreibtisch sollte den Endsieg unbeschadet überstehen. So holte man ihn aus dem Weimarer Schillerhaus, lud ihn auf einen LKW und verbrachte ihn einige Kilometer weiter. Neue Anschrift des Möbelstücks: Konzentrationslager Weimar-Buchenwald. Dort sollte er nachgebaut werden. Das Duplikat landete endlich im Schillerhaus, das Orginalstück wurde bombensicher verwahrt. Schließen konnte man das Schillerhaus jedoch nicht, denn Schiller, das war für die braunen Herren der deutscheste aller deutschen Dichter. Schiller war früher Nationalsozialist, wie damals viele hakenkreuzlerische Literaturexperten schrieben. Das Schillerhaus musste als Kirche deutschen Kulturguts geöffnet bleiben - der deutsche Soldat sollte dort besinnliche Augenblicke erleben, um gestärkt an sein unheilbringendes Werk zurückkehren zu können.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dieter Kühn legt mit seinem Buch &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596173000/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3596173000" style="font-style: italic;"&gt;"Schillers Schreibtisch in Buchenwald"&lt;/a&gt; einen Parforceritt hin, wie man ihn selten findet. Er jagt zwischen Schillers Flucht aus Württemberg und dem KZ Buchenwald hin und her, landet später bei Schillers Weimarer Zeit, handelt dessen Gebrechlichkeit ab und zeichnet die Gebrechlichen nach, die sehr viel später ganz nahe an Schillers Schreibtisch jämmerlich verrecken würden. Schiller, der so pathetisch von der Freiheit schrieb, als Koryphäe derer, die Unfreiheit und Knechtschaft über Europa brachten. Was für ein Missbrauch des Dichters! Kühn zeichnet nach, wie leicht man das Werk eines Dichters und Denkers so hinbiegen kann, dass es für jede Weltanschauung taugt. Da sind die Gefangenen in Buchenwald, die sich nächtens treffen, um Verse der Freiheit zu flüstern - und da sind die Herren, die sich just die Passagen aus Schillers Werk herauspicken, die ins nationalsozialistische Konzept passen. Manchmal hat es der Dichter den mit Doppel-S berunten Schergen nicht schwer gemacht. Seine Franzosenverächtlichkeit... aber das waren andere Zeiten. Und als Frankreich erobert und verbündet wurde, als Vichy es Berlin gleichtat, da waren Schillers Franzosenpassagen nicht mehr erwünscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist das Faszinosum deutscher Geschichte, das Kühn gekonnt malt. Weimar - wo Goethe spazierte, Herder kartelte, Wieland  aufklärte - und wo Schiller am Schreibtisch saß. Wenig mehr als hundert Jahre nach Goethes Tod wieder große Namen: Wiechert, Semprún, Kertész. Sie spazierten nicht, spielten nicht Karten. Sie waren Häftlinge des Lagers. Alles zu Weimar - nur zeitlich geschieden von ihren Kollegen. Kühn erzählt auch die Vorgeschichte. Gerade Weimar war fruchtbare Erde für die Nazis. Dort lauschten sie einer Oper Mussolinis, im Publikum Hitler und die herrische Nietzsche-Schwester. Das alles schon vor der Machtergreifung. Das mehr oder minder, wirkliche oder nur vermeintliche intellektuelle Publikum der Stadt bewirkte, dass es so gut wie keinen städtischen Arbeiterstand gab. Sozialdemokratie, KP oder Gewerkschaften, alles was hätte Widerstand leisten können, war in Weimar nicht zugegen. Dafür waren es die Nazis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596173000/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3596173000" style="font-style: italic;"&gt;"Schillers Schreibtisch in Buchenwald"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; von Dieter Kühn erschien im S. Fischer Verlag.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/11/zwischen-schiller-und-hitler.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/ef2702fbe1394b75a4ed0dafe1aba8bc" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-4700538798413668334?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/4700538798413668334/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/11/zwischen-schiller-und-hitler.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/4700538798413668334'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/4700538798413668334'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/11/zwischen-schiller-und-hitler.html' title='Zwischen Schiller und Hitler'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-6296604593907553079</id><published>2011-11-09T09:00:00.017Z</published><updated>2011-11-09T11:44:12.827Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roman'/><title type='text'>Sezierte Liebe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;" cellpadding="0" cellspacing="0"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.renneritz-verlag.de/tl_files/Renneritz/Hanna.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img src="http://www.renneritz-verlag.de/tl_files/Renneritz/Hanna.jpg" width="125" border="0" height="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Renneritz Verlag&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;br /&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Emotional verstümmelte Gestalten tummeln sich in Houellebecqs Romanen. Sich schwer in andere verliebbare, an Karrierismus nagende, vertrauenslose Seelen, die vermutlich die literarische Figur unserer Zeit abliefern. Jede Epoche bringt literarische Charaktere hervor, die sich aus der Realität greifen lassen. Sie sind dabei Stilmittel. Der Anti-Held, verunsichert und in Liebesdingen rational und wissenschaftlich herangehend, das ist der Charakter der Stunde. Houellebecq trieb ihn auf die Spitze. Matthias Grabow sublimiert ihn in seinem ersten Roman, der für seine Fülle einen viel zu blassen Titel trägt. &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684155/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684155" style="font-style: italic;"&gt;"Hanna"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; &lt;/span&gt;heißt der und stellt das Ringen einer jungen Liebe dar, die an Realitäten stößt. Wo einst die Macht der Liebe alles unter sich begrub, Hindernisse ausräumte, da bewirkt der emotionale Krüppel nichts mehr. Lediglich zu träumen wagt er, doch sämtliche Barrieren sprengen zu können. Aber ein wirklicher Heros wird er nicht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Es wäre indes nicht ganz fair, den Autor Matthias Grabow, immerhin nicht gänzlich neu in seinem Fach, ist er doch Urgestein der Stuttgarter Poetry Slam-Szene, als einen post-houellebecqschen Schreiber zu kategorisieren. Er läßt seinen Protagonisten eine &lt;span style="font-style: italic;"&gt;corrida&lt;/span&gt;, einen Stierkampf, besuchen. Hieran erkennt man übrigens, dass Grabow sich in dieser Materie blendend auskennt - einen &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Manolete&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Cordobés&lt;/span&gt; der Feder, einen schreibenden &lt;span style="font-style: italic;"&gt;califa del toreo&lt;/span&gt; möchte man ihn fast nennen. Kann man über den Stierkampf schreiben, ohne Hemmingway zu kopieren? Grabow beweist: das geht! Kann man über den Stierkampf schreiben, ohne in den Verdacht zu geraten, ihn zu verteidigen oder gar zu verherrlichen? Das ist schwierig, Grabow meistert diesen engen Grat aber sehr wohl. Es ist erfrischend, dass die politische Korrektheit hier nicht Herr des Gedankens geworden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist die Geschichte einer möglichen oder vielleicht doch unmöglichen Liebe. Oder ist es überhaupt Liebe? Grabows Anti-Held zweifelt auch hieran. Der ist Wissenschaftler und macht selbst aus seinem Herzen ein Objekt, das er auf einen Objektträger bannt, um es mikroskopisch zu werten. Die Liebe wird seziert, chemisch verbrämt, um am Ende die Frage aller Fragen zu stellen: welchen Sinn hat sie? Und da gerät der Wissenschaftler in Zweifel. Sinn? Sollten hier nicht Theologen Antwort geben? Das Berufsethos des wissenschaftlichen Anti-Helden, es hat sich selbst in Herzensangelegenheiten gemischt. Grabow zeichnet einen Charakter, der keine Liebesfreuden mehr kennt - er zeichnet damit breite Gesellschaftsschichten nach. Und all das macht er eloquent, souverän und mit erzählerischer Weitsicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684155/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684155" style="font-style: italic;"&gt;"Hanna"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; von Matthias Grabow erschien im Renneritz Verlag.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/11/sezierte-liebe.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/cb5e470c370944ef87d7517198555f73" width="1" height="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-6296604593907553079?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/6296604593907553079/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/11/sezierte-liebe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/6296604593907553079'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/6296604593907553079'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/11/sezierte-liebe.html' title='Sezierte Liebe'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-9112357615791382000</id><published>2011-10-26T10:00:00.005+01:00</published><updated>2011-10-26T10:22:12.488+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Biographie'/><title type='text'>Wider künstlicher Naturgesetze</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BA+mBj-fL._SL500_AA300_.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51BA+mBj-fL._SL500_AA300_.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Amazon.de&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Er ist seit vierzig Jahren Mitglied der parteilich organisierten Sozialdemokratie. Manchmal leidet er darunter, wie er selbst schreibt. In den letzten Jahren ganz besonders. In seiner Autobiographie, die er mit dem poetischen Titel &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866121113/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3866121113" style="font-style: italic;"&gt;"Als wir noch Götter waren im Mai"&lt;/a&gt; schmückte, erzählt Johano Strasser davon, wie einst in der SPD und in Deutschland das Willy-Fieber ausbrach, wie man von einer besseren, liberaleren Gesellschaft, von mehr gewagter Demokratie träumte - und er endet schließlich bei der heutigen Partei, bei dem, was sie heute tut, da sie sich dem Milieu derer zugeschlagen hat, die den Menschen als plumpen Nutzenmaximierer oder als Humankapital veranschlagen und demgemäß ihre Politik ausrichten. Hoffnung bleibt, liest man bei Strasser immer wieder - so auch in Fragen der Partei, in die er als junger Mann eintrat.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Der brennende Kampf, den unsere Zeit unbedingt nötig hat, meint Strasser, wäre es gegen jene Tendenzen des freien Marktes anzugehen, die den Menschen zu dessen Spielzeug macht. Der Freimarkt ist zwar per se nicht schlecht - dass er aber keiner Kontrolle unterliegt, geradezu religiös zelebriert wird, das macht den Menschen zum Spielball der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"unsichtbaren Hand"&lt;/span&gt;. Dahinter steckt eine Ideologie, die meint, der Mensch sei der Wirtschaft Lakai, sei für sie komplett ökonomisch verwertbar. Überhaupt meinen die Ideologen eine biologische Wahrheit darin zu sehen: denn der Mensch sei seit jeher ein Wesen, welches rein nach Nutzen agiert - der Mensch hätte also stets reine Nutzenaspekte im Auge gehabt, weshalb eine Wirtschaftsform, die auf Nutzen und überdies auf Ausnutzung baut, eine völlig natürliche Erscheinung ist. Kurzum: der Egoismus ist Naturgesetz. Dem widerspricht, dass der Mensch Selbstlosigkeit kennt, Geselligkeit und schöne Künste, die ja nichts Pekuniäres einbringen - und dem widerspricht auch nachdrücklich Johano Strasser, der sich damit nicht abfinden mag. Für ihn, als Vertreter eines linken Humanismus, ist dieses gnadenlose Naturgesetz eine künstlich erzeugte, pseudo-wissenschaftlich verbrämte Legitimität, die den &lt;span style="font-style: italic;"&gt;status quo&lt;/span&gt; erhalten soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichwohl bleibt Strasser Mitglied seiner Partei, obwohl die mittlerweile dasselbe Naturgesetz für verifiziert erachtet. Man fragt sich immer wieder, weshalb Menschen, die in der SPD unzufrieden sind, nicht einfach das Parteibüchlein einäschern. Strasser gibt als Antwort, dass das Ringen verschiedener Meinungen innerhalb einer Partei, maßgeblich für Demokratie sei. Denn das, was Parteien heute praktizieren, und zwar nach Außen hin als gleichgeschalteter Meinungsapparat aufzutreten, hält er für undemokratisch und war damals, als man zu Zeiten der Willyritis in der SPD politisierte, auch nicht Usus. Solange noch um Ansichten gerungen wird in der SPD, solange gibt es die Hoffnung, dass sie erneut zurückkehrt zum linken Humanismus, glaubt Strasser. Und wer, wenn nicht Leute wie er, sollen die Stellung halten in der Partei? Tritt er aus, so ist sie schutz- und widerstandslos denen überlassen, die ihre Totengräber sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von seinem Leben, seinem politischen Handeln und seinem parteiinternen Kampf gibt Strasser mit seinen autobiographischen Zeilen beredt Zeugnis - ein politischer Zeitgenosse, der obendrauf lesbar ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866121113/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3866121113" style="font-style: italic;"&gt;"Als wir noch Götter waren im Mai"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; von Johano Strasser erschien im Pendo Verlag.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/wider-kunstlicher-naturgesetze.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg08.met.vgwort.de/na/4b0f96e17a9d49c2be7cd12fc01c1408" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-9112357615791382000?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/9112357615791382000/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/wider-kunstlicher-naturgesetze.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/9112357615791382000'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/9112357615791382000'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/wider-kunstlicher-naturgesetze.html' title='Wider künstlicher Naturgesetze'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-230071544430331086</id><published>2011-10-12T09:00:00.002+01:00</published><updated>2011-10-12T09:04:49.098+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roman'/><title type='text'>Nicht Deutschland, sondern das Unrecht als Feind</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.suhrkamp.de/cover/200/37244.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.suhrkamp.de/cover/200/37244.jpg" width="121" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Suhrkamp&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Französische Widerstandskämpfer und solche, die man dafür hält, stehen zusammengepfercht in einem Viehwaggon. Sie stehen Leib an Leib, richten sich nur Nischen und Lichtungen ein, wenn jemand seine Notdurft in den bereitgestellten Eimer scheißen will. Es dampft in der Enge, es stinkt, man hört Stimmegewirr und der Erzähler, er unterhält sich mit einem jungen Mann, der die Fahrt ins Ungewisse - sie geht nach Buchenwald - nicht überleben wird. Derweil der Erzähler in seine Vergangenheit und in tiefe Gedanken entführt, wird im Waggon gestorben - in Raten, manchmal aber auch cash.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das ist &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518372440/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3518372440" style="font-style: italic;"&gt;"Die große Reise"&lt;/a&gt; Jorge Semprúns, die er 1963 veröffentlichte, die im deutschen Sprachraum allerdings nicht allzu große Beachtung fand. Eine real-fiktive Geschichte, die streng nicht-chronologisch gegliedert das Wesen der Gefangenschaft und des Freiheitskampfes behandelt. Semprún erzählt dabei seine Geschichte, seine große Reise ins Konzentrationslager Buchenwald. Er erzählt, wie er, der Kommunist, durch Trier fährt, durch die Geburtsstadt der profanen Gottes, den sich der Kommunismus zu jener Zeit geschaffen hatte. Auch dieses Deutschland gibt es - oder gab es es? Am Bahnhof zu Trier, der Erzähler durch ein kleines Fenster lugend, steht ein kleiner Junge, der die Gefangenen verspottet. Was kann der kleine Hosenscheißer dafür? Was das Deutschland von einst? Es ist das jetzige Deutschland, das große Reisen organisiert, dem er, der hervorragend Deutsch spricht, der Goethe kennt und Marx in deutscher Ausgabe las, den Kampf erklärt hat. Und das jetzige Deutschland, das Deutschland Hitlers ist es, das ihn einsperrt - nicht das Deutschland, das auch Marx hervorbrachte; nicht das Deutschland, in dem der kleine Junge aus Trier später leben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Semprún lehrt in seiner &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518372440/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3518372440" style="font-style: italic;"&gt;"großen Reise"&lt;/a&gt;, dass er nicht gegen Deutschland kämpft, wenn er auch momentan gegen Deutschland ins Feld liegt. Nicht gegen Deutschland geht es, kein patriotisches Hurra-Gefühl gegen die Teutonen treibt ihn an, liest man heraus - es ist der Kampf gegen das große Unrecht, das sich ausbreitet. Nach dem KZ wird der Erzähler, der ein literarisch modifizierter Semprún ist, nicht in die Biederkeit des Alltags zurückkehren, um seine Wunden zu lecken - er wird weiterkämpfen, gegen den spanischen Faschismus diesmal, gegen die Unmenschlichkeit, die in seinem Heimatland tobt. Semprún nahm diesen Kampf tatsächlich auf, ging weiterhin in den Untergrund und setzte sich der Gefahr aus, erneut auf eine große Reise geschickt zu werden, würde man je wieder seiner habhaft werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518372440/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3518372440"&gt;"Die große Reise"&lt;/a&gt; von Jorge Semprún erschien zunächst im Rowohlt-Verlag, später bei Suhrkamp.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/nicht-deutschland-sondern-das-unrecht.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/eb5bbdb81ba54402b88e482afd05530a" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-230071544430331086?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/230071544430331086/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/nicht-deutschland-sondern-das-unrecht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/230071544430331086'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/230071544430331086'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/nicht-deutschland-sondern-das-unrecht.html' title='Nicht Deutschland, sondern das Unrecht als Feind'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-3975448618931803231</id><published>2011-10-05T09:15:00.007+01:00</published><updated>2011-10-05T09:21:35.247+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sachbuch'/><title type='text'>Essen und Sein</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;" cellpadding="0" cellspacing="0"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hJzp9XOIL._SL500_AA300_.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hJzp9XOIL._SL500_AA300_.jpg" width="200" border="0" height="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Amazon.de&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Ein sadistisches Buch. Für Fleischfreunde: ein sadistisches Buch! Es vergällt einem den Hunger. Ebenfalls ein masochistisches. Es knüppelt das Gewissen. Informativ ist es obendrauf - nicht nur für Karnisten natürlich. Jonathan Safran Foer lieferte mit &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3462040448/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3462040448"&gt;"Tiere Essen"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; Seiten ab, die tief ins Gemüt von Fleischessern graben. Er tut das nicht moralingesäuert, nicht oberlehrerhaft. Sein Ton ist getragen, fast erschütternd zurückhaltend. Niemand soll zur Fleischlosigkeit belehrt werden, meint Foer. Raffiniert ist das von ihm schon, sich dergestalt aus der Rolle des Moralisten stehlen zu wollen. Niemand soll fleischlos werden - aber der, der es liest, der wird. Vielleicht nicht vollumfänglich, Vegetarierer muß er deshalb nicht gleich werden. Fleischkonsum ist zu sehr anerzogen, als dass man ihn mit dem Lesen eines Buches ablegen könnte. Aber man denkt nach, wenn man kaut - und wenn es der Geldbeutel hergibt, dann kauft man so, dass man mit etwas besserem Gewissen kauen kann.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit etwas besserem Gewissen wohlgemerkt. Mit gutem Gewissen nie. Das lehrt uns der Autor auch: Lebensmittel, wie sie in den Industrieländern produziert werden, auch wenn man aus biologischem Anbau konsumiert, sind immer ethisch bedenklich. Mal mehr, mal weniger. Unerträglich ist die Massentierhaltung und -schlachtung, wie sie der Autor beschreibt, wie er sie selbst besucht hat. Er berichtet von Bluträuschen der Angestellten, die selbst noch lebenden Rindern die Haut vom Fleisch ziehen, wie sie sie noch lebend - manche überstehen die Tortur des Hautabziehens! - in Hälften reißen. Möglich, dass man so handelt, wenn man täglich durch Blut watet und Lebewesen nur noch als Produkt sieht - auch die Angestellten solcher Vernichtungsfabriken sind irgendwie Opfer. Scheiße ist auch ein Thema bei Foer. Wohin mit ihr? Die Massentierhaltung fabriziert Berge davon. Die Hallen, wo das noch lebende Fleisch lagert, kann man ohne Lüftung nicht betreten - man würde ersticken. Und das tut auch der Planet früher oder später. Er könnte in Gebirgen dampfender Scheiße ersticken, wenn er keine Lösung findet. Von den medizinischen Wirkstoffen in der Scheiße, wollen wir mal gar nicht reden. Ein Löffelchen Viehkacke oder ein Becherchen Antibiotikum: macht das noch einen großen Unterschied?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foer liefert kein vergeistigtes Buch ab. Er ist kein Poet, der die Erfahrungen des Vernichtungsschlundes blumig beschreibt, wie einst Semprún oder neuerdings &lt;a href="http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/09/eine-begrundung-fur-den-nobelpreis.html"&gt;Müller&lt;/a&gt; im Bezug auf die menschliche Kreatur. &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3462040448/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3462040448"&gt;"Tiere Essen"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; ist auch kein Manifest gegen den Wahnsinn, den wir auf dem Teller liegen haben. Es ist ein Bericht - es sind mehrere Berichte, die sich ergänzen und die aufeinander aufbauen. Vom Philosophen Ludwig Feuerbach ist uns das famose Bonmot übermittelt, wonach man ist, was man isst - das meinte er damals durchaus klassenkämpferisch. Die spärliche Kost des sich formierenden Arbeiterstandes machte deutlich, was man ist, was man gilt in der Gesellschaft. Das hat sich nur wenig geändert: Discounter-Fleisch mit ethischen Verunreinigungen für die Masse; gestreichelte Rindersteaks für Gutbetuchte - jedenfalls könnten die sich so ein Fleisch leisten, wenn sie wollten. Denkbar ist aber, dass man Feuerbachs Zitat metaphysischer liest: Wenn man eine Lebensmittelerzeugung stillschweigend duldet, die die Natur, das was uns umgibt - religiöse Menschen würden sagen: die Schöpfung -, schröpft und gnadenlos ausbeutet, mit Lebewesen umgeht wie mit toter Materie... wenn man dergleichen ethische Notstände toleriert, sind wir dann nicht auch ein ethischer Notstand als Gesellschaft. Ist man wirklich, was man isst, so könnte man ohne Anspruch auf Richtigkeit ableiten, dass die Gesellschaft repressiv wird, wie die Lebensmittel, die wir repressiv wider die Natur herstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/goog_1008329065" style="font-style: italic;"&gt;"Tiere Essen"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3462040448/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3462040448"&gt; &lt;/a&gt;von Jonathan Safran Foer erschien bei Kiepenheuer &amp;amp; Witsch.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/essen-und-sein.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/2f1b51259d4b4a8fb5b929dc4409e6d4" width="1" height="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-3975448618931803231?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/3975448618931803231/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/essen-und-sein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/3975448618931803231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/3975448618931803231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/10/essen-und-sein.html' title='Essen und Sein'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-8915419545317950155</id><published>2011-09-28T11:00:00.012+01:00</published><updated>2011-10-05T09:17:57.812+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roman'/><title type='text'>Eine Begründung für den Nobelpreis</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://files.hanser.de/hanser/pics/978-3-446-23391-1_2951114623-83.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://files.hanser.de/hanser/pics/978-3-446-23391-1_2951114623-83.jpg" width="122" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Hanser Verlag&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Als Herta Müller vor zwei Jahren den Nobelpreis für Literatur zugesprochen bekam, waren kritische Stimmen nicht selten. Sicher, schreiben könne sie schon und ganz unspannend ist das, was sie da schrieb auch nicht, aber ob das wohl reiche, um mit dem Nobelpreis honoriert zu werden, fragte man skeptisch. Nun ist die &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Verdichtung der Poesie"&lt;/span&gt;, mit der Müller arbeitet und die die Schwedische Akademie in ihrer Begründung für die Preisvergabe attestierte, nicht jedermanns Geschmack. Der Preis wirkt aber berechtigt. Man greife als Beweis zu jenem Roman, den sie im Jahr ihres Nobelpreises schrieb und der in die Begründung der Akademie vermutlich nicht mehr hineinfloß. &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596187508/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3596187508" style="font-style: italic;"&gt;"Atemschaukel"&lt;/a&gt; unterstreicht Müllers Nobelpreis überdeutlich.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es ist die Geschichte eines jungen Rumäniendeutschen, der die sowjetische Rache der Nachkriegszeit am eigenen Leib zu spüren bekommt. Man deportiert ihn und viele andere Rumäniendeutsche in ein Arbeitslager in der Ukraine. Dort angekommen entfesselt Herta Müller Entbehrung, Kälte, Hunger und Willkür. Sie beschwört diesen höllischen Ort in poetischen Metaphern, macht bildlich, was nicht mal mehr Bilder darzustellen verstehen. Die Schönheit ihrer Sprache macht die Hässlichkeit der beschriebenen Wirklichkeit kenntlich. Gegensätze, die sich skurrilerweise anziehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn auch das Elend tobt, es hat sich nicht in die Sprache des Erzählers, der der besagte Rumäniendeutsche ist, eingenistet. Obgleich &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596187508/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3596187508" style="font-style: italic;"&gt;"Atemschaukel"&lt;/a&gt; ein Roman ist, der von Anpassung, von Akklimatisierung mit seinem Peiniger erzählt, gleichen sich die Worte des Erzählers nicht seinem Umfeld an. Der schroffe Gegensatz zwischen realer und erzählter Welt betont die traurige Erfahrung, die der junge Mann gemacht hat; eine Erfahrung, die für alle Zeiten an ihm haften bleibt. Herta Müller reihte sich mit &lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596187508/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3596187508"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Atemschaukel"&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; in die Riege jener Literaten ein, die über Deportation und Lagerleben schrieben - über die explizite Erfahrung des vergangenen Jahrhunderts, wie man besorgt, mit einen Blick auf Guantánamo und Abu Ghuraib, hoffen möchte. Sie thematisiert damit die relativ unbekannte Geschichte der Rumäniendeutschen, die bitter unter Stalins Vergeltung litten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596187508/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3596187508" style="font-style: italic;"&gt;"Atemschaukel"&lt;/a&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; von Herta Müller erschien im Hanser Verlag.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/09/eine-begrundung-fur-den-nobelpreis.html';var flattr_btn='compact';&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/89c5d889024a4423aad56b384115ff33" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-8915419545317950155?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/8915419545317950155/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/09/eine-begrundung-fur-den-nobelpreis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/8915419545317950155'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/8915419545317950155'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/09/eine-begrundung-fur-den-nobelpreis.html' title='Eine Begründung für den Nobelpreis'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-8086432808727541132</id><published>2011-04-04T12:00:00.003+01:00</published><updated>2011-04-04T12:28:15.397+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roman'/><title type='text'>Die Entblätterung eines Widerständlers</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/513DCHXHGSL._SS500_.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/513DCHXHGSL._SS500_.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Amazon.de&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Gilles Rozier läßt einen namenlosen Franzosen erzählen, was ihm und seiner Familie zu Zeiten der deutschen Besatzung widerfuhr. Seine Schwester hurt mit einem SS-Mann herum, die Mutter kümmert sich um nichts, will nichts sehen, lebt als stille Erscheinung vor sich hin - und er, ein Deutschlehrer und Liebhaber der deutschen Klassik, verbringt seine Tage relativ unpolitisch in diesen so politischen Tagen. Bis die Deutschen sich seines Bilingualismus' bemächtigen wollen und er einen schüchternen und nicht besonders motivierten Kollaborateur gibt, der recht wenig Interesse an den Übersetzungsarbeiten für die Besatzer aufbringt.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eines Tages bietet sich für den namenlosen Erzähler die Möglichkeit, einen Juden zu retten. Er nimmt ihn mit zu sich, quartiert ihn in einer verborgenen Nische seines Kellers ein und sorgt sich täglich um sein Wohlergehen. Irgendwann ist der Erzähler am Ziel: der jüdische Mann, für den er vom ersten Augenblick an schwärmte, penetriert ihn jeden Abend, da er ihn in seinem engen Versteck aufsuchte. Der Erzähler macht dem Leser dabei deutlich, dass er diesen Juden nur versteckt, weil er sich davon sexuelle Bezahlung erhofft - und später, wenn die Besatzung vorüber sei, so merkt er außerdem an, würde seine Kollaboration mit den Deutschen entschuldigt werden. Wenn er ein ausgehungertes, lichtscheues Menschenbündel aus seinem Keller holte, so glaubt er, und dieses als geretteten Juden präsentierte, so würde ihm Vergebung widerfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Roziers Protagonist ist eine traurige Gestalt. Ein verstockter Schwuler, der seinen Schützling in ersten Linie als Sexualobjekt begutachtet  - in zweiter Instanz ist er seine Rückversicherung, sollte eine Siegerjustiz dazu übergehen, die Helferlinge der Nationalsozialisten bestrafen zu wollen. Der Jude im Keller ist der mildernde Umstand, den sich der Erzähler erhofft. Rozier entblättert den Heldenmut, der nach dem Kriege oftmals zum heroischen Kraftakt verbrämt wurde. Dabei bedient sich Rozier einer bilderreichen Sprache; die Passagen, in denen er die sexuelle Begierde beider Männer ausmalt, sind von einer selten gebrauchten Bildhaftigkeit. Dem Leser wird in diesen Augenblicken gewahr, dass hier nicht die Leidenschaft zweier Liebender wütet, sondern eine Zweckverbindung entstand. Besonderes Lob gilt hierbei der Übersetzerin Claudia Steinitz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442733804/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3442733804"&gt;"Eine Liebe ohne Widerstand"&lt;/a&gt; von Gilles Rozier erschien im btb Verlag.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/04/die-entblatterung-eines-widerstandlers.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/4844b2c4c0b541bc8ffeaa8a67d8e0dc" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-8086432808727541132?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/8086432808727541132/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/04/die-entblatterung-eines-widerstandlers.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/8086432808727541132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/8086432808727541132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/04/die-entblatterung-eines-widerstandlers.html' title='Die Entblätterung eines Widerständlers'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-8072011448775080693</id><published>2011-03-21T06:00:00.003Z</published><updated>2011-07-06T11:22:04.279+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sachbuch'/><title type='text'>Die Hammerschläge des Reformators</title><content type='html'>&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.renneritz-verlag.de/system/html/Schritt%20um%20Schritt-8b81e091.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.renneritz-verlag.de/system/html/Schritt%20um%20Schritt-8b81e091.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Renneritz Verlag&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Normalerweise müsste man skeptisch sein, wenn jemand auf nur wenigen Seiten die Reformation und damit das Leben Luthers abbilden möchte. Eigentlich dürfte dies in relativ wenigen Worten kaum möglich sein - aber &lt;span style="font-style: italic;"&gt;dürfte&lt;/span&gt; ins Konjunktiv und daher nicht zwangsläufig Tatsache. Manfred Lemmer jedenfalls gelang dies. &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684120/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684120"&gt;"Schritt um Schritt in die Reformation"&lt;/a&gt; &lt;/i&gt;behandelt diese oftmals sehr trocken gehaltene Thematik spielend; zudem schrieb er unterhaltsam ohne bemüht zu wirken. Lemmer wusste - er ist bereits verstorben - sich jedoch glänzend lesenswert auszudrücken. Das ist ja nicht unbedingt üblicher Standard bei Büchern, die sich mit historischen Themen auseinandersetzen. Obwohl der Autor wissenschaftlich neutral über Martin Luther und die von ihm eingeleitete Reformation berichtet, bleibt für den Leser ein bitterer Nachgeschmack zurück. Luther, lange und immer noch häufig verklärt als fortschrittlicher Reformer und gerechter Mensch, er war beiderlei nicht.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Luther, wie ihn uns Lemmer in seinem Buch vorstellt, ist kein Visionär; &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"hier stehe ich und kann nicht anders"&lt;/span&gt; geriet im Laufe von Jahrhunderten mitsamt der Phrase von der &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Freiheit eines Christenmenschen"&lt;/span&gt; an falsche Konnotationen. Luther war kein Sozialreformer; er wollte die katholische Kirche reformieren, weil er diese vom wahren Glauben, der sich einzig und alleine an der Heiligen Schrift zu orientieren habe, abgefallen sah. &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Sola scriptura" &lt;/span&gt;war seine Losung. Wir leben heute in Zeiten, da wir uns über jene ereifern, die im Namen ihrer geheiligten Schrift Sprengstoffe an ihre eigenen Leiber anbringen, um weitere Leiber mitzureißen in den Tod - auch sie besitzen letztlich, selbst wenn sie es gar nicht wissen, eine Parole, die sich mit &lt;span style="font-style: italic;"&gt;"sola scriptura"&lt;/span&gt; benennen ließe. Der Augustinermönch orientierte sich nicht an den Belangen der Menschen, war nicht humanistisch inspiriert - die Bibel hatte für ihn das letzte Wort, war sein Fundament. Überspitzt gesagt: Luther frönte dem Fundamentalismus. Lemmer nimmt die Verklärung von Luther, auch wenn das sicherlich nicht sein Ziel gewesen sein mag; er wollte den Weg in die Reformation nachzeichnen - und das gelang im eindrucksvoll. Lutherverklärern wird Lemmers Aussage, wonach der Thesenanschlag wohl eine Legende gewesen sei, gleichwohl nicht besonders schmecken - immerhin, so schreibt er, sei es eine gute Legende, &lt;i&gt;"denn sie lässt die Hammerschläge des Reformators gleichsam durch die Jahrhunderte hallen."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angereichert wurde Lemmers Text um einen Aufsatz von Oliver Pfefferkorn, der sich mit der sprachhistorischen Bedeutung von Luthers Werk beschäftigt. Ein Text, der dem Leser einen anderen Blick auf die deutsche Sprache ermöglicht und nicht nur für Sprachforscher interessante Aspekte birgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940684120/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3940684120"&gt;"Schritt um Schritt in die Reformation"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; von Manfred Lemmer erschien im Renneritz Verlag.&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/die-hammerschlage-des-reformators.html#more';var flattr_btn='compact';&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/5841297c651b4893966d02e1d69f5b8f" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-8072011448775080693?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/8072011448775080693/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/die-hammerschlage-des-reformators.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/8072011448775080693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/8072011448775080693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/die-hammerschlage-des-reformators.html' title='Die Hammerschläge des Reformators'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-718267501076734971</id><published>2011-03-15T08:00:00.001Z</published><updated>2011-03-15T07:10:20.215Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sachbuch'/><title type='text'>Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?</title><content type='html'>&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.eichborn.de/fileadmin/biimages/cover/5710/9783821857107.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.eichborn.de/fileadmin/biimages/cover/5710/9783821857107.jpg" width="125" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Eichborn Verlag&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: right;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;"In den Büchern stehen die Namen von Königen"&lt;/i&gt;, behauptet Brecht in seinem Gedicht &lt;i&gt;"Fragen eines lesenden Arbeiters"&lt;/i&gt; - und weiter fragt er ebendort: &lt;i&gt;"Der junge Alexander eroberte Indien. / Er allein? / Cäsar schlug die Gallier. / Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?"&lt;/i&gt; Solchen Fragen ging Helge Hesse in seinem Buch &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821857102/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3821857102"&gt;"Unbekannte Helden der Weltgeschichte"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; nach und liefert teils spannende, teils unterhaltsame Antworten. So wird man durch die Weltgeschichte geschleift, ohne die ganz großen Namen zu behandeln. Der Leser macht sich mit diesen unscheinbaren Gestalten gemein, die natürlich nicht immer Helden im Sinne dessen sind, was wir heute als heldenhaft meinen. Manche morderten oder ließen morden - aber ohne sie wäre die Geschichte, wie wir sie heute kennen, etwas oder vielleicht sogar ganz anders verlaufen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es sind mannigfache "Heroen" aus mannigfachen Epochen, die Hesse seinen Lesern präsentiert. Wenig bekannte Gesichter zieren das Inhaltsverzeichnis; am berühmtesten sind vielleicht Xenophon oder Cabeza de Vaca - jedenfalls für das deutsche Publikum. Den polnischen Widerstandskämpfer gegen Hitlerismus und Stalinismus mit Namen Pilecki kennt man in Polen. Aber hierzulande? Oder wer kennt schon den pflichtgehorsamen Soldaten der japanischen Armee namens Hiro Onoda, der den Zweiten Weltkrieg bis 1974 focht? Weiß man heute noch, dass Robert Jenkins abgetrenntes Ohr das britische Empire in einen Krieg lotste?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Heldengeschichten, so muß man es leider feststellen, sind relativ belanglos. Welchen geschichtlichen Wert die preußische Jeanne d'Arc, die sich als männlicher Soldat ausgab, für die Menschheitshistorie hatte, konnte der Autor nicht schlüssig machen. Einige Kurzbiographien lassen jedoch staunen. So wie jene von Subhash Chandra Bose, der neben Gandhi und Nehru für die Unabhängigkeit Indiens tätig war, aber den Weg der Gewalt befürwortete. Dafür ging er, fast schon faustisch, einen Pakt mit dem Teufel ein, arrangierte sich mit Hitler-Deutschland und ließ gar ein indisches Batallion aufstellen, das vereidigt auf den Führer, später am Atlantik Dienst tat. Bose wollte Indien in den Sozialismus führen, jedoch die guten Seiten des Faschismus, zu der unter anderem die strikte Disziplin gehöre, mit ins neue Indien retten. Hitler, so berichtet Hesse, habe sich einmal mit Bose getroffen, diesem aber deutlich gemacht, dass Inder einer minderwertigen Rasse angehörten - aber für sein Land ignorierte Bose diesen verächtlichen Tonfall, schließlich waren die Briten der gemeinsame Feind. Dieser fadenscheinige Held der Weltgeschichte geriet in Vergessenheit, auch weil er bereits 1945 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sprachliche Höhenflüge sind in Hesses &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821857102/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3821857102"&gt;"Unbekannte Helden der Weltgeschichte"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; nicht zu finden. Das ist aber auch nicht die Absicht des Buches. Und inwieweit es für den Leser nützlich sein wird, etwas über Beckwourth, Gannibal oder Lengfeld zu wissen, bleibt dahingestellt. Spannend sind jedenfalls fast alle Geschichten. Das Lesen würde sich lohnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821857102/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3821857102"&gt;"Unbekannte Helden der Weltgeschichte"&lt;/a&gt; von Helge Hesse erschien im Eichborn Verlag.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;&lt;br /&gt; var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/hatte-er-nicht-wenigstens-einen-koch.html';&lt;br /&gt; var flattr_btn='compact';&lt;br /&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg09.met.vgwort.de/na/36cf545ffed241e8a691ca6d0cb28cce" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-718267501076734971?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/718267501076734971/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/hatte-er-nicht-wenigstens-einen-koch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/718267501076734971'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/718267501076734971'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/hatte-er-nicht-wenigstens-einen-koch.html' title='Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-569310813261685532</id><published>2011-03-13T08:00:00.002Z</published><updated>2011-03-13T08:47:43.415Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roman'/><title type='text'>Wir sind alle Sternenstaub</title><content type='html'>&lt;div align="justify"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;  &lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/043_00373_102418_t.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/043_00373_102418_t.jpg" width="126" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;  &lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Quelle: Blanvalet Verla&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;"... Zurück im Zelt, zog ich ein frisches Hemd an und prüfte in meiner Reisetasche, ob ich alles benötigte Material dabei hatte.&lt;/i&gt; &lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Keiras Anhänger hatte uns ein Stück des Himmels enthüllt, das jedoch nicht mit dem unserer Zeit übereinstimme. Ich musste wissen, wo genau er von seinem letzten Benutzer zurückgelassen worden war. Das Sternenzelt, das man in klaren Nächten beobachten kann, ändert sich von Tag zu Tag. Im März sieht der Himmel nicht so aus wie im Oktober. Mit Hilfe einer Reihe von Berechnungen würde ich vielleicht herausfinden, zu welcher Jahreszeit vor vierhhundert Millionen Jahren man den Himmel festgehalten hatte."&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3764503734/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3764503734"&gt;"Am ersten Tag"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; ist der erste von zwei spannenden Liebesromanen des französischen Schriftstellers Marc Levy (der zweite Teil nennt sich &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3764503793/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3764503793"&gt;"Die erste Nacht"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;). In seinem Zweiteiler erzählt er, wie immer packend, die Geschichte des Astrophysikers Adrian und der Archäologin Keira. Ein Abenteuer, dass den Leser quer über die Welt zieht. Vom Omo-Tal in Äthiopien über Frankfurt, Großbritannien bis nach Schottland. Und wie sollte es bei Levy anders sein, kennen sich die Hauptprotagonisten bereits über Jahre hinweg, verloren sich allerdings aus den Augen.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als sie sich nun wieder begegnen, beginnt eine dramaturgische Geschichte voller Liebe. Keira bekommt von ihrem "Ziehkind" Harry einen rätselhaften Stein geschenkt, der aus dem Krater eines erloschenes Vulkans stammte. Wie sich im Laufe der Handlung herausstellt, ist der Stein nur einer von fünf Steinelementen. Was es mit diesen Elementen auf sich hat, wird rätselhaft von Levy beschrieben. So zieht der Stein beispielsweise Gewitter an und lädt sich dabei auf, nur um den beiden Protagonisten ein farbenfrohes Spektakel von vielen Lichtern an die Wand zu werfen. Später stellt sich heraus, dass das an die Wand Projizierte eine Himmelskarte aus einer Zeit ist, aus der sonst keinerlei Aufzeichnungen existieren. Bald schon stellen sich den Forschern Kontrahenten in den Weg, denen es partout nicht recht ist, dass beide nun alle fünf Steine vereinen wollen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;Ein Roman, den man Freunden transzendenter Abenteuergeschichten nur empfehlen kann.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="justify"&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3764503734/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3764503734"&gt;"Am ersten Tag"&lt;/a&gt; von Marc Levy erschien im Blanvalet Verlag.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/wir-sind-alle-sternenstaub.html';var flattr_btn='compact';&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-569310813261685532?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/569310813261685532/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/wir-sind-alle-sternenstaub.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/569310813261685532'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/569310813261685532'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/wir-sind-alle-sternenstaub.html' title='Wir sind alle Sternenstaub'/><author><name>Svenja H.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06276427220139148451</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-2852582560255434569</id><published>2011-03-11T14:30:00.001Z</published><updated>2011-03-15T15:23:38.874Z</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Sachbuch'/><title type='text'>Vom Sklaven zum Volkstribun</title><content type='html'>&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41SlrIn3xSL._SL500_AA300_.jpg" onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img alt="" border="0" height="200" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41SlrIn3xSL._SL500_AA300_.jpg" style="float: right; margin: 0pt 0pt 10px 10px;" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Bildquelle: Amazon.de&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;"Eine Übung in Sozial-, Kultur- und Politikgeschichte"&lt;/i&gt; nennt der Autor sein Kind selbst. Das trifft nur halbwegs zu, denn das 2008 erschienene Buch &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570580121/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3570580121"&gt;"The Triumph of Music"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; ist mehr als Übung, gleichwohl es zwischen Sozial-, Kultur- und Politikgeschichte umherhangelt. Es gelingt Tim Blanning, Professor in Cambridge, erstaunlich spielerisch, die Geschichte der abendländischen Musik zu skizzieren, sie in den Kontext und die Wechselwirkungen ihrer Zeit zu ordnen. Und was lobend hervorgehoben werden muß: man muß kein Musikus sein, um die geschichtliche Aufarbeitung der Musik zu begreifen. Man vernimmt die historisch-musikalischen Töne des Historikers auch ohne Noten lesen zu können. Virtuos wirft er mit politischen Fakten, Musikerbiographien und kunsthistorischen Einblicken um sich, vereint sie dergestalt, dass sie wie aus einem Guss lesbar werden. Wo andere Abhandlungen zur Geschichte der Musik im Soziolekt Musizierender verenden und außerdem an schreiberischer Unzulänglichkeit leiden, wo andernbuchs Langeweile und Unverständlichkeit zum Marsch blasen, da trumpft Blannings &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570580121/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3570580121"&gt;"Triumph der Musik"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; mit Verständlichkeit und Unterhaltsamkeit auf.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span id="fullpost"&gt;Dass die Musik den heutigen Stellenwert einnehmen konnte, so definiert es jedenfalls der Autor, läge an fünf Faktoren, die zugleich die fünf Kapitel seines Buches sind: der Status, der Sinn und der Zweck, die Orte und die Räume, die Technik und die Emanzipation machen den Musiker von heute zum am meisten beachteten Künstler überhaupt - einst begann er als Sklave und Lakai, war derjenige, der Instrumente betätigte oder seine Stimme anbot und wurde als Künstler nicht wahrgenommen. Erst die romantische Revolution schuf den Genius des Künstlers auch in der Musik. Die Musik wurde über die Jahrhunderte ihres Sinns enthoben, sie musste nicht mehr zur hohen Ehre eines Souveräns geschrieben und gespielt werden. Große Theater wurden somit auch für die Massen besuchbar und waren nicht mehr nur Spielwiese feiner Damen und Herren. Den größten Sieg ereilte den Triumphzug der Musik, als die technischen Mittel geschaffen wurden, um Musik aufzuzeichnen oder später dann, mittels Verstärker, um für ein Publikum von Hunderttausenden ein Konzert zu geben. Im Laufe des letzten Jahrhunderts gebar die Musik Interesse daran, immer häufiger ein sozialkritisches Wesen einzunehmen - sie emanzipierte sich von jeglichem Einfluss. Letzteres stimmt freilich nur bedingt, denn die moderne Musik ist nicht ohne Einflüsse denkbar, denn erstens wird sie gesellschaftlich beeinflusst und greift daher Themen auf, die in der Gesellschaft grassieren und, zweitens, beeinflusst und befruchtet sich die Musik, was Stil und Aufmachung betrifft, stets gegenseitig - aus Gründen des Kommerzes, was viel zu häufig Langeweile und mangelnde Qualität nach sich zieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese fünf Faktoren sind es, die einen Bob Geldof, als "politische Gestalt" erst möglich machten - sicher, er ist nur karitativer Spendensammler und dessen politisches Verständnis greift die Misere, die die westliche Welt in Afrika durch ihr wirtschaftliches wie militärisches Engagement anrichtet, nicht mal ansatzweise auf - Schuldenerlass ist seine ewige Parole, mehr schon leider nicht. Aber er ist dennoch ein einflussreicher Zeitgenosse geworden, obwohl er nicht mal ein besonders außergewöhnlicher Musiker war. Alleine der Umstand, Musiker für Millionen gewesen zu sein, verlieh ihm eine Aura, die ihn zum Botschafter musikalischer Herkunft werden ließ; man nimmt ihn seit mittlerweile einen Vierteljahrhundert als "politische Gestalt" wahr. Weil er aus der Musik kommt, konnte er Millionen von Menschen erreichen; die Musik verlieh ihm den Nimbus eines Volkstribuns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blannings &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570580121/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3570580121"&gt;"Triumph der Musik"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;, dessen deutscher Untertitel &lt;i&gt;"Von Bach bis Bono" &lt;/i&gt;recht ärgerlich ist, unterstellt er doch dem deutschen Leser, dass dieser ohne einen solchen überspitzten Untertitel nicht verstehe, was das Buch inhaltlich abliefern möchte... Blannings Buch also ist mehr als lesenwert, durchläuft es doch mit dem Leser im Schnelldurchlauf Operngebäude, Konzerthallen und Open Airs, macht ihm sicht-, und mit etwas Schmalz gesagt: hörbar, wie sich die Musik durch die Jahrhunderte lavierte, um letztlich das zu werden, was sie heute ist: ein wesentlicher Faktor im Leben des modernen Menschen, inflationäre Auswüchse, wie die Dauerberieselung im Supermarkt inklusive. Die Geschichte der Musik ist eine Triumphgeschichte, lehrt Blanning... und sein Buch ist es auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/product/3570580121/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;amp;tag=adsinistram-21&amp;amp;linkCode=as2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=19454&amp;amp;creativeASIN=3570580121"&gt;"Triumph der Musik. Von Bach bis Bono"&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt; von Tim Blanning erschien in der Edition Elke Heidenreich bei C.Bertelsmann.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var flattr_url = 'http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/vom-sklaven-zum-volkstribunen.html#more';var flattr_btn='compact';&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://api.flattr.com/button/load.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" height="1" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/df0aa9dac44f4031a5dc839e96573bf3" width="1" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-2852582560255434569?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/2852582560255434569/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/vom-sklaven-zum-volkstribunen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/2852582560255434569'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/2852582560255434569'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/vom-sklaven-zum-volkstribunen.html' title='Vom Sklaven zum Volkstribun'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-4990398259274209346</id><published>2011-03-10T10:00:00.001Z</published><updated>2011-03-10T11:52:54.668Z</updated><title type='text'>Ein kurzes Geleitwort</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"Wer sich viel an Büchern tut, der hat was zu erzählen"&lt;/span&gt;, sagt der Volksmund nicht; er beschränkt es auf das Reisen. Dennoch, wer viel liest, der weiß auch zu berichten. Und derlei Berichte sollen hier ihren Niederschlag finden. Bücher aller Art, die mir in die Finger geraten, werden in Rezension gepackt. Das geschieht allerdings in unregelmäßigen Abständen, je nach Lust und Laune.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7834139784310839484-4990398259274209346?l=lesebaendchen.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/feeds/4990398259274209346/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/ein-kurzes-geleitwort.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/4990398259274209346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7834139784310839484/posts/default/4990398259274209346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://lesebaendchen.blogspot.com/2011/03/ein-kurzes-geleitwort.html' title='Ein kurzes Geleitwort'/><author><name>Roberto J. De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7834139784310839484.post-8514693414850929228</id><published>2011-03-09T12:00:00.004Z</published><updated>2011-03-11T09:49:35.743Z</updated><title type='text'>Impressum</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: 85%; font-style: italic;"&gt;Angaben gemäß § 5 TMG&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;Roberto J. De Lapuente&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hindenburgstraße 39&lt;br /&gt;85057 Ingolstadt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 85%; font-weight: bold;"&gt;Kontakt:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;e-Mail: robjoa @ yahoo.de&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%; font-weight: bold;"&gt;Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Roberto J. De Lapuente&lt;br /&gt;Hindenburgstraße 39&lt;br /&gt;85057 Ingolstadt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%; font-weight: bold;"&gt;Haftungsausschluss:&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%; font-style: italic;"&gt;Haftung für Inhalte&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die  Inhalte unserer Seiten wurden mit größter Sorgfalt erstellt. Für die  Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte können wir  jedoch keine Gewähr übernehmen. Als Diensteanbieter sind wir gemäß &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%; font-style: italic;"&gt;§ 7 Abs.1 TMG&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 85%;"&gt; für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. 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De Lapuente</name><uri>http://www.blogger.com/profile/16937897989457993395</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author></entry></feed>
